Der Ordnungswahn und sein guter Freund Geduld

„Was du heute kannst besorgen, dass verschiebe nicht auf morgen“
Dieses Zitat nimmt meine Mama seit ich denken kann mehr als ernst. Wenn ich Aufgaben nicht innerhalb kürzester Zeit erledigt habe – und mit kürzester Zeit meine ich 5 Minuten – wurde es von meiner Mama selbst erledigt. Denn wenn sich Frau was in den Kopf setzt, dann muss es auch sofort umgesetzt werden. Somit kam bei uns im Haushalt eigentlich nie Unordnung auf und meine Schwester und ich waren in regelmäßigen Abständen mehr als genervt 😉

Dann kam mein Auszug und mit der ersten WG kristallisierte sich ganz schnell heraus, was ich nie gedacht hätte – ja eindeutig die gleichen GENE, denn ich hasse hasse hasse Unordnung und bin auch nicht geduldig genug, dass sie der Verursacher selbst beseitigt, wenn ich es mir JETZT in den Kopf gesetzt habe.

Als Moritz in unser Leben trat, bekam ich das Anfangs noch ganz gut hin. Hier mal ein Schläfchen auslassen, da mal weniger die Momente genießen, dort mal Multitasking to the fullest anwenden. Doch mit den Monaten wurde Moritz immer mobiler, schlief weniger und zu guter letzt fing ich wieder an zu arbeiten. 24 Stunden am Tag waren somit definitiv zu wenig für mich und meinen Ordnungswahn.
Ich hatte das Gefühl, dass ich mein Leben nicht mehr im Griff hatte und wurde dadurch immer gereizter und ungeduldiger….

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Pullover – 27 Shop (instagram: 27passau)

Heute kann ich sagen, dass ich noch immer die selbe Saskja bin, aber wesentlich entspannter. Die Küche darf auch mal unaufgeräumt bleiben, der Tisch muss nicht sofort abgeräumt werden, solange wir noch sitzen und Moritz darf auch mal drei Dinge gleichzeitig spielen.

Wieso sich mein Problem (ich sah es davor nicht als Problem an) / Zwang fast über Nacht gelöst hat kann ich ehrlich gesagt nicht genau sagen. Vielleicht war es einfach nur die gute alte Schocktherapie oder mein Verstand hat kapituliert und eingesehen, dass ich dieses Mal eindeutig am verlieren bin. Egal was es war, ich genieße nun den Moment viel intensiver und nehme mir Zeit für ihn und das gibt mir ein unheimlich wohliges Gefühl der Zufriedenheit.

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… achja evtl lag es auch daran, dass Andi zu dieser Zeit 4 Monate in Karenz war und er ein sehr entspannter Charakter ist. Ganz nach dem Motto „was du heute kannst besorgen, dass geht ja auch noch morgen“

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